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Über kleine breakdowns oder: Ich kanns schon selbst nicht mehr hören

Neulich bei Oma. Es ist Sommer. Das Thermometer erreicht endlich eine angenehme Temperatur – so gegen 20 Uhr. Grillduft liegt in der Luft und wir spielen ein Kartenspiel. Und dann passiert es. Irgendein Wort, irgendeine Aussage hat dazu geführt, dass wir uns den Sterbegang meines Opas anhören konnten. Wieder einmal. Wieder von ganz von vorne bis zum Ende. Sprichwörtlich.  Und während ich so halbwegs zuhöre, weil man die Geschichte schon gefühlt 1000 mal gehört hat, öffnet das Universum mir die Augen: Du bist kein Stück besser, wahrscheinlich noch schlimmer. Ich habe das Gefühl, ich komme nie darüber hinweg. Ich habe das Gefühl, ich komme nie darüber hinweg. Aus welchen Gründen...

Was ich mal sagen wollte: Bitte Freundschaft, bitte bleib! Oder: Sie ist weg, weg.

Und ich bin wieder allein, allein. Teil I. Eltern, Geschwister, Verwandte. Sie alle wohnen in einem angenehmen Umkreis. Meine beste Freundin ist gerade mal 20 Fahrminuten entfernt. In weniger als einer Woche wird sie 129 Kilometer weiter entfernt sein. Sie wird wegziehen. Und ich bin hier. Hier in Passau. Für hier habe ich mich nach München entschieden, denn hier ist es schön. Hier fühle ich mich wohl. Meine Arbeit ist hier. Bekannte sind hier. Mein Leben spielt sich genau hier ab. Nur sie ist es dann eben nicht mehr. Auch wenn ich mich für sie freue und ihr den Neuanfang gönne, bleibt dieser eine Gedanke: Was bringt die Zukunft?  Sag...

Alles neu macht der Mai oder: Hier bin ich wieder reloaded

Ernsthaft, wie beginnt man einen neuen Beitrag, wenn der letzte ganze drei Jahre zurück liegt? Worüber schreiben, wenn das einzige, das mich damals so wirklich inspiriert hat, Liebeskummer war? Beginnen wir doch einfach mit einem simplen “Hallo!” Wer ich bin? Immer noch Ani, nur mittlerweile drei Jahre älter, aber nicht unbedingt weiser. Drei Jahre habe ich für meinen Blog bezahlt, überlegt, ob es denn nun an der Zeit wäre, ihn aufzulösen. Ob ich schon alles zu Ende erzählt hätte. Zwischenzeitlich sogar all die Beiträge in einem Buch zusammengefasst – zumindest war das der Plan. Ich wollte etwas handfestes, etwas, das mich an die Zeit erinnert. Ernüchternder Weise kamen die Einträge...

Vom Liebeskummer und dem Drang nach Freiheit

Mein sogenannter Liebeskummer feiert sein einjähriges Bestehen. Allein und in der ganzen Tragik seines Lebens sitzt er da, wie ein Klümpchen Hoffnungslosigkeit und bemitleidet sich selbst. Die Bilder an den Wänden, die gibt es nicht mehr. Mein Liebeskummer starrt trotzdem auf die weißen Rahmen. Denn im Kopf, ganz hinten, da sind sie noch vorhanden, bestehen weiterhin mit jeder Erinnerung. Aber mein Liebeskummer ist auch geschrumpft. Er ähnelt jetzt mehr einem alten Männlein, dem man aus dem Stuhl aufhelfen muss, weil die Kraft zum aufstehen fehlt. Aber bevor er sich helfen lässt, sitzt er da und erzählt stur von früher. Immer wieder. Und man hört zu, geduldig, obwohl man das Ende...

Von der Amstel und den Grachten⎜Amsterdam

In einer der farbenprächtigsten Jahreszeiten sind Städtetrips besonders schön. Also kurzfristig und mit einer großen Portion Glück ein Sparticket der DB gebucht und ab geht die Post. Weil es aber auch in Deutschland schöne Fleckchen Erde gibt, wird erstmal ein Zwischenstop in Düsseldorf eingeplant. Ich fahre täglich Zug, aber mit dem ICE hatte ich zuletzt vor 11 Jahren das Vergnügen. Die Zukunft wird zeigen, ob unsere Liaison nur wegen eines Wochenendabenteuers statt fand, oder sich auf Dauer zu binden vermag. Generell ist Zug fahren eine entspannte und romantische Weise, um eben auch was von der Umgebung zu sehen. Und während ich hier so schreibe, folgt der Zug ruhig und gleichmäßig...