Ein Rezept | Die falsche Quiche

Als ich mich im Februar 2019 ganz spontan und aus Langeweile dazu entschloss, eine Bewerbung an Sat1 zu schicken, da wusste mein fetter Arsch noch nicht, dass sich mein dickes Leben nur ein paar Mails und Filmaufnahmen später komplett ändern würde.

Ganz ehrlich, ich hätte nie damit gerechnet, auch nur annähernd in die engere Auswahl zu kommen, also habe ich ganz gelassen und Nudelmampfend das Formular ausgefüllt und einfach abgeschickt.

Unverhofft kommt oft…

auch Ernährungstechnisch, deshalb ist das andere ein extra Kapitel. Und wie schon Nietzsche wusste: Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes zugrunde richtet.

Dieses hier widme ich also einer der schönsten Nebensachen der Welt: ESSEN. Denn kulinarisch gibt es so viel zu entdecken. Weltweit.

Ausgewogen, bewusst oder vegan

das ist jetzt der neue heiße Scheiß oder war es das schon immer? Mein erstes Rezept, dass ich an euch alle weitergeben möchte, ist die “falsche Quiche”. Warum aber falsch? Nun ja, die Form und einzelne Vorgänge machen sie zu einem “Plagiat”, das euch aber bestimmt auch schmecken wird.

Alle Zutaten, die ihr für den Boden jetzt braucht:

  • 180 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 glückliches Hühnerei
  • 100 g Butter (ich habe Pflanzenmargarine verwendet)
  • 125 g Magerquark
  • Kurkuma (nach Gefühl oder bis der Teig eine schöne gelbe Farbe hat)
  • Walnüsse (ich habe eine Handvoll zerkleinert)

Mehl, Ei, Quark, Butter und Kurkuma in einer Schüssel miteinander vermengen und anschließend nochmal gut durchkneten. Die Walnüsse solange im Mörser zerkleinern, bis ihr zufrieden seid und im Anschluss ganz einfach mit dazu geben und nochmal schön kneten. Glückwunsch, der Grundstein ist gelegt. Den Teig stellt ihr nun ca. 30 Min in den Kühlschrank.

Weiter gehts mit der Füllung! Werdet kreativ, denn im Kühlschrank warten immer ein paar Zutaten, die endlich verwertet werden wollen.

Oder ihr lasst euch von mir inspirieren und probiert folgende Zutaten für die Quiche aus:

  • 3 große Karotten
  • 1/2 Kohlrabi
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 gute Hand voll Blattspinat
  • 1 Zucchini
  • alternativ könnt ihr Speckwürfel hinzufügen
  • geriebener Emmentaler und Parmesan
  • 1 Becher Joghurt
  • 2-3 großzügige EL Crème fraîche
  • Gartenkräuter wie: Schnittlauch und Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 Eier

Das Gemüse klein schneiden, den Knoblauch pressen und alles in eine Pfanne geben und fünf Minuten andünsten. Der Spinat muss leider draußen bleiben. Er hat später seinen Auftritt. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Währenddessen könnt ihr die Soße anrühren. Dafür einfach die restlichen Zutaten zusammenmixen. Kein Hexenwerk also. Den Käse reiben und für später aufheben. Bei der Käsemenge dürft ihr selbst entscheiden, wie viel ihr wollt.

Der Herd ist aus, das Gemüse wartet auf seinen Einsatz. Es ist also Zeit, die Springform in Aktion zu bringen. Also Teig raus und ab ins Förmchen. Wenn ihr auf Nummer Sicher gehen wollt, rollt den Teig zuerst aus und legt ihn grob rein. Falls ihr risikofreudig seid, dann drückt ihr ihn erst in der Form zurecht. Bei beiden Varianten achten wir aber trotzdem auf Gleichmäßigkeit.

Der Professionalität halber stechen wir mit der Gabel einfach ein paar Löcher in den Teig. Sieht schön aus und hilft gegen Luftlöcher.

Dann geht es dem Spinat an den Kragen. Der wird schön auf dem Teigboden verteilt. Alternativ kommen jetzt schon mal ein paar Speckwürfel hinzu. Damit sich Spinat und Speck wohl fühlen, bedecken wir sie mit unserer Gemüsemischung. Einfach alles rein. Zack!

Manchmal schadet es ein bisschen Pfiff nicht, also bringt nochmal ein bisschen Pfeffer in die Sache rein. Und weil alles schön cremig werden soll, darf sich nun endlich unser Joghurt-Kräuter-Mix dazugesellen. Auch hier gerecht verteilen, denn jeder will was abhaben!

Jetzt kommt das Highlight, das Käsehäubchen auf die Quiche! Den Ofen habt ihr auf 180 Grad vorgeheizt und könnt somit 40 Minuten lang voller Stolz dem Käse beim schmelzen zuschauen, euch über jedes blubbern freuen oder in der Zwischenzeit die Küche wieder begehbar machen.

Und dann ist es so weit: Die Zeit ist abgelaufen, das Topping ist goldig cremig und es duftet wunderbar lecker, sobald die Ofentür geöffnet wurde. Alles schreit nach: VOLLTREFFER, ICH BIN FERTIG!

Ihr dürft sie jetzt rausholen, aus der Springform vorsichtig befreien und anrichten. Und denkt dran: Auch das Auge isst mit und freut sich auf ein liebevolles präsentieren. Da freut sich nicht nur der Tischnachbar, sondern auch das Herz.

Guten Appetit, Bon Appétit oder einfach nur: genießt es!

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