Alles neu macht der Mai oder: Hier bin ich wieder reloaded

Ernsthaft, wie beginnt man einen neuen Beitrag, wenn der letzte ganze drei Jahre zurück liegt? Worüber schreiben, wenn das einzige, das mich damals so wirklich inspiriert hat, Liebeskummer war?

Beginnen wir doch einfach mit einem simplen “Hallo!”

Wer ich bin? Immer noch Ani, nur mittlerweile drei Jahre älter, aber nicht unbedingt weiser. Drei Jahre habe ich für meinen Blog bezahlt, überlegt, ob es denn nun an der Zeit wäre, ihn aufzulösen. Ob ich schon alles zu Ende erzählt hätte. Zwischenzeitlich sogar all die Beiträge in einem Buch zusammengefasst – zumindest war das der Plan. Ich wollte etwas handfestes, etwas, das mich an die Zeit erinnert. Ernüchternder Weise kamen die Einträge nicht annähernd dem des Originales nahe. 

Also weiter bezahlen und weiter verstauben lassen?

Erstmal JA. Immer wieder habe ich angefangen zu tippen, über dies, das und Ananas. Ja, auch über meine Erfahrungen mit Hyaluron in den Lippen wollte ich berichten. Aber genau wie jetzt in diesem Moment kam es mir mehr als unnötig und irgendwie lächerlich vor. 

Ich hab wirklich in die Tasten gehaut, aber bei allem, was ich so geschrieben habe, kam einfach nichts Vernünftiges dabei raus. 

Männersache.

An dieser Stelle werde ich nicht ins Detail gehen, aber da gabs die ein oder andere Geschichte, die immer wieder gleich oder noch schlimmer endete. Zuletzt hat sich jemand in meiner Zimmerpflanze erleichtert und gleich noch Wand und Sofa getauft. Das wars dann. Eventuell hab ich da angefangen innerlich zu weinen, denn äußerlich war ich wie versteinert. Könnt ihr euch noch an den Tinderbeitrag erinnern? Was ich anfangs so verteufelte, befand ich für ´nen anschließend unnötig langen Zeitraum ganz OK. 

Mittlerweile und seit kurzem ist diese App endgültig vom Homescreen verschwunden, denn auch mir war und ist hoffentlich jetzt endlich klar: der vermeintliche Traummann wartet und ist einfach nicht auf Tinder zu finden. Niemals!

Eher werde ich von einem Auto angefahren, wache mit einem Brummen im Kopf auf und blinzle in DIESES eine Gesicht. Oder mir reißt die Einkaufstasche und die Blicke und Hände treffen sich beim einsammeln der Äpfel und einer Schachtel Tampons.

Reisen.

Ja, da gab es einige Ziele, die ich schon in der Vergangenheit besuchte. Nur wurde die Aufenthaltsdauer irgendwie immer kürzer. Barcelona, Dubai, Prag und ganz viel Österreich. Viele Seen inklusive campen standen auf dem Programm. 

Job.

Ob ich immer noch in München bin? Leider nicht oder doch Gott sei Dank? Ich bin mir nicht sicher. Fakt ist, mein Berufsfeld hat sich mit einer großen Portion Glück verändert. Statt vier Stunden am Tag im Zug zu verbringen, darf ich nun von Montag bis Freitag meiner Arbeit als Dekorateurin nachgehen. Keine Strümpfe, keine Kunden. Und am Wochenende darf es dann eine Nebentätigkeit in einem der schönsten Cafés von Passau sein.

Wohnen.

Apropos Passau. Mit 27 hab ich dann doch mal den Absprung vom Elternhaus geschafft und darf seit Mai 2018 ein 42qm Appartement mein Eigen nennen. Und wisst ihr was? Das wollte ich eigentlich gar nicht, denn die Suche nach einer eigenen Bleibe war mehr eine Trotzreaktion. Sagen wir einfach: Unverhofft kommt eben doch oft.

Genau wie die Wiederkehr meines allzeit geliebten Blogs. 

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