VOM FERNWEH UND VOM HEIMWEH ⎜BALI

Monatelange Vorbereitungszeit, um zwei Wochen ohne Trubel zu genießen. Nun ist schon wieder alles vorbei. Und was bleibt, ist nicht nur eine Erinnerung an einen wunderbaren Trip, sondern auch Frust und Wut. Ich sitze gerade in Bangkok am Flughafen, warte auf meinen Anschlussflug Richtung München und könnte ausrasten. Von vier Stunden Aufenthalt sind noch knapp 60 Minuten übrig. Den Rest der Zeit haben wir damit verbracht, eine Apotheke zu finden. Was haben wir gesucht und geflucht. Bangkok, da sind wir uns einig – raubt uns unsere neuerworbene Gelassenheit gänzlich. Keine Spur mehr von Urlaubsfeeling. Das hat uns das riesige, kalte Betongebäude mit einem Male rausgezogen und genüsslich zum Abendbrot verschluckt. Hier ist es wirklich nicht schön. Der Architekt sollte sich was schämen. Wo ist mein inneres balinesisches Männchen geblieben? Ich horche in mich hinein – keine Antwort. Es ist aber auch schon spät. Mit aller Kraft hoffe ich, dass es irgendwo in einer Ecke sitzt, zu müde um jetzt noch zu antworten.

Wenn man sich auf Reisen begibt, bekommt man schlagartig ein anderes Gefühl für alle Arten von Details. Es gibt Länder und Städte, die einem zuerst so gar nicht behagen – gar skeptisch gegenüber steht. War es das richtige Ziel? Alle schwärmen doch davon, sollte ich es dann nicht auch gleich super finden? Und dann gibt es diese Länder, die einen sofort – nach der Landung in den Bann ziehen, den Atem rauben. Bali war genau so wie wir es uns vorgestellt haben, aber doch irgendwie ganz anders…

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